| Artikel-Nr.: | 193372 |
|---|---|
| ISBN / EAN: | 978-3-7655-3372-3 |
| Thema: | Romane, Sommerlektüre, Sommer |
| Erscheinungsdatum: | 15.06.2026 |
| Autoren: | Laura Frantz |
Während sich Schottland 1715 mitten im Sturm des Jakobitenaufstands befindet, sucht die englische Erbin Lady Blythe Hedley Zuflucht auf Wedderburn Castle. Als Katholikin und Tochter eines gebrandmarkten Verräters ist sie eine Fremde im Haus des protestantischen jungen Lord Everard Hume.
Misstrauen und Pflicht trennen sie, doch im Ringen um Wahrheit, Loyalität und Glauben wächst eine leise Hoffnung. In einer Zeit, in der politische Überzeugungen Leben kosten können, müssen Blythe und Everard herausfinden, ob ihr Vertrauen und ihr Glaube an einen gemeinsamen Gott stärker sind als Angst und Herkunft.
- Zum Autor: Die mit dem Christy Award ausgezeichnete Autorin hat eine Leidenschaft für alles Historische, insbesondere für das 18. Jahrhundert. In ihre Geschichten fließen oft schottische Themen ein, die ihr Familienerbe widerspiegeln. Sie ist eine direkte Nachfahrin von George Hume von Wedderburn Castle, Schottland, der wegen seiner Rolle im Jakobitenaufstand von 1745 in die amerikanischen Kolonien verbannt wurde und George Washington Vermessungsarbeit beigebracht haben soll.
- Maße: 13,5 x 20,5 cm
- Seitenanzahl: 464
- Einband: Paperback
- Gewicht: 0,52 kg
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3 Bewertungen
13. Juli 2026 10:46
Informative und berührende historische Romanze
Der neue Roman von Laura Frantz spielt Anfang des 18. Jahrhunderts im Grenzgebiet Schottland - England zur Zeit des Jakobitenaufstands. Ich habe bisher nur wenige Romane in diesem Zusammenhang gelesen, weshalb ich die Rahmenhandlung der Geschichte als äußerst interessant empfand. Politische Unruhen, Intrigen und Machtspiele konkurrieren hier mit Glaubensfragen, die vor allem aus einem Gegen- und möglichem Miteinander von Anhängern katholischer und presbyterianischer Kirche entstehen.
Die Handlung ist durch und durch informativ aufgemacht und gleichzeitig gut zu verfolgen. Einladende Landschaftsbeschreibungen sind ebenso wie Traditionen und Bräuche in jedes Kapitel verwoben. Ich brauchte etwas Zeit, um mit den Namen politisch agierender Personen und den sonstigen Begrifflichkeit vertraut zu werden, kam dann aber gut in die Geschichte rein. Die Erzählung erfolgt abwechselnd aus den Sichtweisen von Everard und Blythe, die zuerst eine Zeit lang getrennt voneinander vorgestellt werden, sodass man einen guten Einblick in die Lebenssituationen und Charaktere bekommen kann, bevor sich ihre Wege dann kreuzen. Ich habe die beiden wirklich gerne gemocht und fand sie ausgezeichnet gut dargestellt.
Der Plot ist interessant und anregend, wenngleich manche Nebenthemen irgendwie ungelöst und unaufgeregter als gedacht bleiben. Trotz politischer Spannungen und Intrigen bleibt die Erzählung lange Zeit eher sanft und ruhig, was für mich zu minimalen Längen im Mittelteil führt, bevor die Geschichte gegen Ende nochmal mitreißend in Fahrt kommt.
Der persönliche Glaube der Protagonisten kommt zuerst eher am Rande zum Tragen und hätte für mich noch präsenter und abgerundeter eingebettet sein können, gewinnt dann gegen Ende aber eine wirklich schöne Aussagekraft und Tiefe und bereichert die Geschichte nochmal sehr!
Wer den anderen ins Deutsche übersetzte Roman der Autorin mochte, wird auch dieses Buch genießen - mir persönlich hat es sogar noch ein Stück besser gefallen, da ich die Protagonisten wirklich schön ausgestaltet fand. So sind vor allem die Bewohner von Wedderburn charakterstarke und liebenswerte Individuen, welche die Geschichte über ihren hohen Informationswert hinaus beleben. Eine wirklich informativer und berührender Roman!
6. Juli 2026 17:09
Abenteuer und Romantik vereint
Der Roman von Laura Frantz hat mich mehr als nur positiv überrascht. Für mich ist dieser Roman auf jeden Fall ein Jahreshighlight.
Ich persönlich musste mich am Anfang erst einmal an die ganzen Titel, Anreden, Ortsnamen und Vornamen gewöhnen, bin aber sehr schnell in die Geschichte eingetaucht und konnte mich kaum davon losreißen.
Was mir besonders positiv aufgefallen ist, dass Laura Frantz es wunderbar hingekriegt hat einen Roman zu schreiben der auch viel abenteuerliches enthält. Die Romantik ist da, aber sie nimmt nicht so viel Platz ein als das die ganze andere Handlung in den Hintergrund rückt.
Blythe und Everard sind mir sehr ans Herz gewachsen, es sind Charaktere mit Tiefgang. Laura Frantz hat auch wirklich spannende Themen in die Handlung eingeflochten, wie zum Beispiel Adel, Aufstand, Religion und noch einiges mehr.
An die Sprachweise musste ich mich persönlich etwas gewöhnen, weil da einige für mich unbekannte Begriffe waren, aber man findet sich schnell zurecht. Es ist sehr packend geschrieben, sodass ich ab Seite eins wunderbar in die Handlung eintauchen konnte und mich nur schwer losreißen konnte.
Fazit: Laura Frantz hat einen wunderbar spannenden Roman mit Tiefgang zu Papier gebracht. Eine ganz klare Leseempfehlung.
29. Juni 2026 06:48
„Beeindruckend, atmosphärisch, geheimnisvoll“
Der neue Roman „Eine Rose unter Disteln“ von Laura Frantz erzählt die spannende Geschichte der katholischen und englischen Herzogin Blythe und des jungen schottischen Lords Everard, die sich mitten in den Unruhen des Jakobiner-Aufstandes im 18. Jahrhundert befinden. Eigentlich stehen sie auf gegnerischen Seiten, da Blythe als Tochter eines Verräters fliehen muss und im Schloss von Everards Familie Schutz sucht. Doch als sie sich näher kennen lernen, gemeinsam um die Wahrheit und ihren verbindenden Glauben an Gott ringen, müssen sie sich der Frage stellen, was im Leben wirklich für sie zählt.
Der Autorin gelingt es auf beeindruckende Weise, ihre Leser nach Schottland in die Highlands zu entführen und beschreibt die Landschaft, sowie die Bauwerke so atmosphärisch, dass man das Gefühl hat, man ist mitten in der Handlung dabei. Die vielen Geheimnisse der beiden Leben werden eng durchwoben mit einem festen Glauben an Gott, der Hindernisse, die uns Menschen unmöglich erscheinen, aus dem Weg räumen kann und der mit jedem von uns seine Geschichte schreibt. Herzerwärmende Nebencharaktere, wie der kleine Bruder Orin von Everard oder auch liebenswerte Bedienstete, die zu Vertrauten werden, runden das Gesamtwerk ab.
Ich habe den Roman innerhalb kürzester Zeit gelesen, da er mir sehr gut gefällt und bis zum Schluss die Spannungskurve hält. Lediglich die Thematik einiger Fabel- und Märchenwesen haben mir persönlich nicht so gut gefallen, auch wenn ich verstehen kann, dass sie zu Schottland im 18. Jahrhundert passen. Dennoch empfehle ich den Roman sehr gerne weiter, bereitet er einige schöne Lesestunden und klingt auch nach dem Lesen nach.