| Artikel-Nr.: | 332515 |
|---|---|
| ISBN / EAN: | 978-3-96362-515-2 |
| Thema: | Romane |
| Erscheinungsdatum: | 11.03.2026 |
| Autoren: | Amy Lynn Green |
Minnesota, 1944: Als die hochbegabte Linguistikstudentin Johanna Berglund in ihre Heimatstadt zurückkehren muss, um als Übersetzerin in einem Lager für deutsche Kriegsgefangene zu arbeiten, ahnt sie nicht, welche Herausforderungen auf sie warten. Die kleine Gemeinde brodelt vor Misstrauen und Feindseligkeit gegenüber den deutschen Soldaten - und gegenüber allen, die mit ihnen arbeiten. Auch Johanna, die Tochter des Bürgermeisters, die sich mit aller Macht gegen die neue Tätigkeit gewehrt hat, ist nicht davor gefeit. Doch je besser Johanna die Gefangenen kennenlernt, desto mehr entdeckt sie hinter den Uniformen Menschen mit Träumen, Ängsten und Hoffnungen. Besonders der charismatische Stefan lässt sie die Welt mit anderen Augen sehen. Als sie sich für eine menschlichere Behandlung der Kriegsgefangenen einsetzt, gerät sie zwischen die Fronten: Wo verläuft die Grenze zwischen christlicher Nächstenliebe und Vaterlandsverrat? Gut, dass Johanna sich in allem ihrem besten Freund Peter anvertrauen kann. Einem jungen Mann, der vor seinen ganz eigenen Herausforderungen steht.
Erzählt durch Briefe, Zeitungsartikel und Telegramme, entfaltet sich eine bewegende Geschichte über Mut, Versöhnung und die Macht der Worte.
- Maße: 13,5 x 20,5 cm
- Seitenanzahl: 440
- Einband: Paperback
- Gewicht: 0,50 kg
Verantwortliche Person für die EU
Anmelden
3 Bewertungen
10. April 2026 08:45
„Anders, intensiv, ausdrucksstark“
Der Roman „Die Worte, die ich niemals schreib“ von Amy Lynn Green ist ganz anders als andere Erzählungen, denn er ist nur aus Briefen, Zeitungsartikeln und Notizen aufgebaut. Er beschreibt die Geschichte der jungen, außergewöhnlichen Amerikanerin Johanna Berglund, die während des 2. Weltkriegs zurück in ihre Heimatstadt reisen muss, um dort in einem Kriegsgefangenenlager für Deutsche als Übersetzerin zu arbeiten. Dass sie die nötigen Voraussetzungen dafür mitbringt, merkt man relativ schnell an ihren Worten voller Intelligenz, Humor und doch auch Eigenartigkeit. Die häufigsten Briefwechsel sind zwischen ihr und ihrem Freund Peter, der Amerikaner mit japanischen Wurzeln ist, zu finden.
Die Arbeit im Kriegsgefangenenlager gestaltet sich anders als erwartet, denn die Herausforderungen dort stellen Johanna vor die Wahl, hinter die Masken und Uniformen zu blicken und dabei auf zutiefst Menschliches zu stoßen, selbst in den Reihen der Feinde. Die Briefe steigern sich bis zu der Frage, wo Menschlichkeit aufhört, und Landesverrat beginnt. Die Autorin greift in diesem Roman wertvolle Themen, wie Vergebung und Mut auf und das auf eine ganz intensive Art und Weise.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich es anfangs schwer hatte, in die Geschichte einzusteigen, weil es mein erstes Buch war, das lediglich aus Briefen und Artikeln besteht. Da hat mir manchmal der Elan gefehlt, dranzubleiben. Aber die Autorin benutzt solch ausdrucksstarken Worte, die Briefe sind so wunderbar miteinander verknüpft, enthalten so viele humorvolle und auch spannende Stellen, dass ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht. Es ist ein außergewöhnliches Werk, das ich gerne weiterempfehlen möchte.
8. April 2026 08:13
Ein Buch in Briefform
Ein so ganz anderes Buch als man gewohnt ist, denn es besteht nur aus Briefen, Zeitungsartikeln und Notizen.
Johanna Berglund, eine resolute Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt kommt als Übersetzerin in ein deutsches Kriegsgefangenenlager in ihrer alten Heimatstadt. Erst voller Vorurteile, doch je mehr sie sich mit den Gefangenen befasst, stellt sie fest, dass es Menschen sind wie du und ich. Kann man ihnen deshalb genauso vertrauen wie den eigenen Landsleuten?
Wie gut, dass Johanna ihrem japanischen Freund Peter immer ihr Herz ausschütten kann. Wann werden sie sich endlich wiedersehen?
Vorab möchte ich erwähnen, dass ich ein Buch in dieser Form noch nicht gelesen habe. Der Leser muss sich schon sehr konzentrieren, um dem Verlauf zu folgen.
Leider wurde ich bis zum Schluss mit Johanna, der Hauptprotagonistin nicht warm. Sie war mir zu respektlos anderen gegenüber und zu viel von sich selbst überzeugt.
Gott und der christliche Glaube wurden oft ins lächerliche gezogen, was mich beim Lesen sehr geschmerzt hat.
Schön fand ich die ermunternden Worte des Pastors und das ihr Freund Peer sie öfter zurecht gewiesen hat.
Hervorheben möchte ich Johannas wandelnde Einstellung den Gefangenen gegenüber und das sie es geschafft hat, ihnen eine Stimme zu geben. So konnten sie zeigen, dass die Menschen mit Gefühlen und einer Geschichte sind.
Es wurden Filme und Götter erwähnt, die ich nicht kannte, was den Lesefluss gestört hat.
Wer Bücher in Briefform liest, wird es bestimmt mögen.
30. März 2026 18:18
sehr besondere Erzählweise
Dies ist das erste Buch, dass ich von Amy Green gelesen habe und es hat mich auf eine positive Art und Weise sehr überrascht.
Als ich angefangen habe die ersten Seiten des Buches zu lesen, war ich zuerst verwundert, dass die Geschichte nur durch Briefe, Zeitungsartikel und niedergeschriebene Notizen erzählt wurde. In dieser Form habe ich noch kein Buch gelesen.
Ich persönlich musste mich erst mal an diese Erzählweise gewöhnen, aber nachdem ich in die Geschichte eingetaucht bin, bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Es war sehr spannend der Geschichte aus so vielen Sichtweisen zu folgen. Dadurch konnte ich einige Gefühle und Handlungen viel besser nachvollziehen.
Der Schreibstil ist einfach und packend, er hat mich persönlich viele Emotionen durchleben lassen und es hat mich selber überrascht, wie sich mein Denken in Bezug auf die Kriegsgefangenen geändert hat.
Fazit: Ein sehr packender Roman, der einen sehr zum Nachdenken bringt. Ich hätte gerne noch mehr von Johanna, Peter, den Kriegsgefangenen und den Menschen aus ihrer Heimatstadt gelesen. Ich kann das Buch sehr empfehlen.