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Die Dresden-Saga, Band 1

1932: Die Otto Kaiser AG steht am Abgrund. Emma, jüngste Tochter der Kaisers und Buchhalterin des Unternehmens, versucht verzweifelt, die traditionsreiche Schokoladenformenfabrik vor dem Ruin zu bewahren. Als sie den charmanten Fabrikantensohn Franz von Altrock kennenlernt, hofft sie auf eine rettende Verbindung, doch seine Nähe zur NSDAP treibt sie in einen inneren Konflikt. Gleichzeitig stößt der mittellose Max Dietrich zur Firma. Sein Einfallsreichtum könnte dem Unternehmen zu neuen Höhen verhelfen, doch er verbirgt ein gefährliches Doppelleben... Vor dem Hintergrund einer zerbrechenden Gesellschaft kämpfen die Familienmitglieder und Mitarbeiter der Otto Kaiser AG zwischen Moral, Glauben und Liebe ums Überleben - ein spannendes Drama aus stürmischen Zeiten. Die dreiteilige Dresden-Saga von Sylvia B. Barron erzählt die Geschichte der Unternehmerfamilie Kaiser über mehrere Generationen hinweg.
  • Maße: 13,5 x 20,5 cm
  • Seitenanzahl: 368
  • Einband: Paperback
  • Gewicht: 0,43 kg

Verantwortliche Person für die EU

BRUNNEN VERLAG GmbH
Gottlieb-Daimler-Str. 22
35398 Giessen
Deutschland
Tel: 0641-6059-0
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4 Bewertungen

13. Februar 2026 19:01

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Lehrreiches Lesevergnügen

Als erster Band einer Trilogie rund um den Nationalsozialismus spielt ‚Uns führt der Mut‘ in den Jahren 1932 und 33. Die erzählte Zeit umfasst eine Spanne von etwas mehr als einem halben Jahr und endet mit der Ernennung Hitlers als Reichskanzler.

Die Autorin versteht es auf äußerst gekonnte Weise, historische Themen in ansprechender Romanform zu verpacken. Die Erzählung fängt die vorherrschende politische Stimmung gut ein und legt in einfach zu folgenden Gedanken die Strukturen von Radikalisierungstendenzen in Umschwungszeiten und Zeiten des Mangels dar, ohne dass das Buch trocken oder gar langatmig zu lesen wäre.
Der Plot legt ein angenehm ruhiges Tempo vor, sodass man gut in die Geschichte hineinfinden und die einzelnen Personen kennenlernen kann. LeserInnen benötigen kein besonderes historisches Vorwissen, um voll in die Handlung eintauchen zu können. Zusätzlich bereichern anschauliche Beschreibungen von Orten und historischen Gepflogenheiten, sowie kunstgeschichtliche Details das Lesevergnügen rund um die Otto Kaiser AG.

Die Kaisers sind eine total sympathische Familie mit Gemeinschaftssinn, gelebtem Glauben und klaren Werten, die vor allem beim Patriarchen und der Protagonistin Emma zum Vorschein kommen. Der präsente Glaubensbezug hat mir insgesamt sehr gut gefallen, da dieser nicht nur unscheinbar im Hintergrund hängt, sondern mit klaren theologische Aussagen in Erscheinung tritt und die Geschichte enorm bereichert.
Emma mochte ich wirklich sehr gerne und konnte mich so gut mit ihren Wünschen und Zweifeln identifizieren: Sie ist eine ganz und gar aufgeweckte und liebevolle Hauptperson mit hohen Ansprüchen an sich selbst und inspirierenden Gedankengängen. Das Verhalten ihrer Schwester Ilse hingegen war mir häufig unsympathisch. Dennoch lies sich gut erahnen, wie gebrochen diese ist und wie sehr sie mit ihrem Selbstwert kämpft.

Sehr positiv fand ich, dass die sich entwickelnde(n) Liebesgeschichte(n) nicht platt und von Anfang an vorhersehbar ablaufen, sondern die einzelnen Charaktere vielschichtige Facetten haben und mit den zahlreichen Nuancen der menschlichen Natur dargestellt werden, sodass man nicht direkt einen klaren ‚guten‘ Favoriten vs. einen ‚schlechten‘ Kandidaten ausfindig macht. Das selbe lässt sich für die ausgefeilte Darstellung der politisch agierenden Romanpersonen sagen: hier hat es die Autorin ebenfalls geschafft, Motivation und Dynamik vom Mitläufertum bis zum überzeugten Radikalisten differenziert darzustellen, ohne Stereotype zu schaffen.

Durch die einfühlsame und klare Aufarbeitung der Inhalte trägt der Roman zur Aufklärung bzgl. unglaublich wichtiger Themen wie Antisemitismus bei und ist damit weiterhin von brandaktueller Relevanz. Aufgrund des hohen Bildungsgehalts kann ich mir den Roman auch gut als Lektüre für SchülerInnen vorstellen - ich konnte auf jeden Fall viel aus dem mit kraftvollen Aussagen durchzogenen Werk mitnehmen. Dadurch wird ‚Uns führt der Mut’ zu meinem neuen Favoriten unter den Barron-Büchern :). Am liebsten hätte ich direkt den nächsten Teil weitergelesen! Auch wenn die Geschichte gut für sich alleine zu lesen ist und ohne dramatischen Cliffhanger endet, macht sie definitiv Lust auf mehr.

CN: gestörtes Essverhalten/Bulimie, Zwangsprostitution/sexualisierte Gewalt, Dissoziation/Depersonalisation/PTBS, Rassismus/Antisemitismus

5. Januar 2026 12:15

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Spannungsgeladener Auftakt

In ihrer neuen Familiensaga nimmt uns die Autorin mit in das dunkle Jahr 1932. Der Leser begleitet die Familie Otto Kaiser in Dresden, die seit Jahren eine Schokoladenformenfirma betreibt. Leider sind in der damaligen Zeit viele Firmen zugrunde gegangen, was auch der Kaiser AG droht.

Doch Emma Kaiser verliebt sich in den reichen Franz von Altrock, der die Firma retten könnte. Was sagt ihr Herz und ihre innere Glaubensüberzeugung zu einer Verbindung mit Franz?

Da die NSDAP immer stärker wird, bekommt der Leser viele Einblicke in die Zeit der Entstehung dieser Partei und die Judenfeindlichkeiten. Organisierte Verbrecherbanden gibt es zuhauf, Prostitution wird großgeschrieben. Genau das möchte Max Dietrich aufdecken und sich für die Schwächsten der Gesellschaft einsetzen. Er fängt als einfacher Mitarbeiter bei Kaisers an. Sein Ideenreichtum ist genial und sein Glaube und Gottvertrauen standfest und bewundernswert. Doch warum hat er so oft blaue Flecken und Wunden? Kann man ihm vertrauen?

Das Buch ist sehr gut recherchiert und malt dem Leser die damalige Zeit schonungslos vor Augen. Die Protagonisten alle authentisch und charakterstark.

Der christliche Glaube wird sehr schön mit in den Alltag eingewoben. Das Vertrauen auf Gott, auch in dunklen Stunden ist ein Lebensbaustein einzelner Protagonisten. Das Gebet zeigt sich als wahrer Halt und als Stütze, wenn alles um einen herum wankt.

Die Autorin führt gekonnt durch die Straßen Dresdens, so dass man das Gefühl hat, direkt dabei zu sein.

Ein ernster, aber sehr spannender Auftakt.

5. Oktober 2025 10:37

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Zwischen Liebe, Moral und Überleben, einfach fesselnd

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Schon nach den ersten Seiten war ich völlig in der Welt der Otto Kaiser AG angekommen, einer Schokoladenformenfabrik, die 1932 kurz vor dem Aus steht, in einer Zeit, in der Deutschland am politischen und gesellschaftlichen Abgrund steht. Und mittendrin ist Emma, die jüngste Tochter. Keine laute Heldin, sondern jemand, der einfach tut, was getan werden muss. Bodenständig, loyal, verletzlich, und gerade das hat sie mir unglaublich nah gebracht. Ihre Entschlossenheit hat mich tief beeindruckt, wie sie versucht, mit klarem Kopf und ehrlichem Herzen das Unternehmen zusammenzuhalten, während um sie herum alles zu zerbrechen droht.
Ihre Begegnung mit Franz von Altrock hat mich gleichzeitig hoffen und zweifeln lassen. Einerseits dieser charmante, gut vernetzte Fabrikantensohn. Man denkt sofort: Vielleicht ist er ihre Rettung! Aber dann seine Nähe zur NSDAP und plötzlich steht man mit Emma vor einer Frage, die größer ist als Liebe: Wie weit darf man gehen, um etwas zu retten?
Und dann ist da noch Max Dietrich, mittellos, aber clever und voller Ideen, die alles verändern könnten, vielleicht der heimliche Held der Geschichte. Ich mochte ihn sofort. Er bringt neuen Schwung in die Fabrik, sorgt für Hoffnung, aber man spürt auch, dass er mehr trägt, als er zeigt. Nicht alles wird sofort enthüllt, und genau das macht seine Entwicklung so interessant.
Was mich am meisten bewegt hat, ist die Vielschichtigkeit: Hier gibt es kein Schwarz-Weiß, es gibt keine einfachen Antworten. Jeder kämpft, um Liebe, um Würde, ums Überleben und mit sich selbst. Zwischen Moral, Angst und Hoffnung. Man versteht jede Entscheidung, auch wenn sie weh tut. Freundschaft und Verrat liegen oft nur einen Atemzug auseinander. Die politische Lage ist nicht bloß Kulisse, sondern greift tief in die Leben aller Figuren ein.
Ich habe beim Lesen oft gedacht: So muss es sich damals wirklich angefühlt haben, zwischen Stillstand und Aufbruch, zwischen Pflicht und Herz.

Was diesen Roman für mich so besonders macht, ist, dass Mut hier viele Formen annimmt. Manchmal bedeutet er, laut aufzustehen, manchmal manchmal ist er leise, unscheinbar, und besteht einfach darin aufzustehen, weiterzugehen und nicht aufzugeben, auch wenn alles um einen herum zerbricht.
Ein grandioser Roman, der nicht nur historische Fakten erzählt, sondern das Herz dieser Zeit spürbar macht. Emotional, mitreißend und voller menschlicher Tiefe. Ich habe mitgefiebert, gelitten, gehofft und warte nun sehnsüchtig auf Band 2.

2. August 2025 20:07

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

spannend, aufrüttelnd und emotional

Die Themen, die in dem Buch behandelt werden, sind keine leichte Kost. Die wirtschaftliche Krise zusammen mit dem Anfang des Nazi-Regimes waren für mich persönlich wirklich hart zu lesen. Die ganzen Schwierigkeiten, die Ängste, die Hoffnungslosigkeit und die Probleme, mit denen sich die Menschen tagtäglich befassen mussten, sind einfach erschreckend. Mir persönlich hat es das Herz gebrochen so viel Leid zu sehen.

Besonders erschreckend fand ich auch, dass manche Menschen, die eine andere Meinung als die Nazis vertreten haben, nichtsdestotrotz durch Manipulation und strategisch schlau dargestellte Argumentationen ihre Meinung geändert haben.

Die Charaktere fand ich vielschichtig und abwechslungsreich. Jeder hatte seine ganz persönlichen charakterlichen Merkmale und es hat Spaß gemacht, die Geschichte eines jeden Protagonisten mitzuverfolgen.

Der Schreibstil ist packend und einfach. Man taucht super in die Geschichte ein und für mich persönlich war der Spannungsbogen von Anfang an da und hat sich über die Seiten immer weiter aufgebaut.

Fazit: Ein ganz tolles Buch mit wichtigen inhaltlichen Themen. Besonders der Prolog zu Band 2 hat mich gecatcht und ich bin super gespannt, wie die Geschichte weiter geht. Eine ganz klare Leseempfehlung.