| Artikel-Nr.: | 194396 |
|---|---|
| ISBN / EAN: | 978-3-7655-4396-8 |
| Thema: | Autobiografie / Biografie |
| Erscheinungsdatum: | 15.01.2026 |
| Autoren: | Roswitha Gruber |
In Die verheimlichte Großmutter erzählt Bestsellerautorin Roswitha Gruber nach den Erinnerungen und Unterlagen von Helene Leitner die bewegende Geschichte der Hebamme Therese Mühlberger.
Nach dem Tod ihres Großvaters stößt Helene auf ein Holzkreuz mit einem unbekannten Namen: Therese Mühlberger. Wer war diese Frau, die niemand in der Familie erwähnen will? Hartnäckig beginnt Helene zu forschen, entdeckt alte Briefe und Dokumente - und stößt schließlich auf ein erschütterndes Geheimnis, das bis in die NS-Zeit zurückreicht.
Mit Feingefühl und großer Eindringlichkeit zeichnet Roswitha Gruber das Leben einer Frau nach, die Hoffnung und Leid, Liebe und Verlust vereinte. Ein erschütterndes Familienporträt, das vom Schweigen erzählt - und von der Kraft, die Wahrheit nicht ruhen zu lassen.
- Maße: 12 x 18 cm
- Seitenanzahl: 288
- Einband: kartoniert
- Gewicht: 0,24 kg
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2 Bewertungen
18. Januar 2026 11:38
Eine Familiengeschichte voller Schmerz und Mut
Dieses Buch hat mich mehr berührt, als ich erwartet hätte. Beim Lesen hatte ich oft einen Kloß im Hals, manchmal musste ich das Buch kurz weglegen, weil es so nahe ging. Es fühlt sich nicht an wie ein Sachbuch oder ein historischer Bericht, sondern wie das Erzählen einer Familiengeschichte, die viel zu lange verschwiegen wurde.
Ich konnte die Fragen der Enkelin so gut nachvollziehen: dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt, dass da eine Lücke ist, über die niemand sprechen will. Die Suche nach der Wahrheit über die eigene Großmutter ist schmerzhaft, aber auch mutig. Genau diese Ehrlichkeit macht das Buch für mich so besonders.
Was mich am meisten bewegt hat, ist die Erkenntnis, wie sehr Schweigen verletzen kann, über Generationen hinweg. Dieses Buch gibt einer Frau eine Stimme zurück, die man ihr genommen hat, und das hat mich tief beeindruckt.
Ich habe das Buch nicht einfach gelesen, ich habe es miterlebt. Es hat mich nachdenklich gemacht und begleitet mich noch immer. Für mich ein sehr wichtiges, menschliches Buch, das zeigt, warum Erinnern so notwendig ist und wie sehr Wahrheit heilen kann.
15. Januar 2026 15:50
„Aufwühlend, aufschlussreich, beeindruckend“
Die Lebensgeschichte „Die verheimlichte Großmutter“ von Roswitha Gruber enthält
wichtige Stationen und Erlebnisse der bereits verstorbenen Hebamme Therese
Mühlberger. Auf ihre Geschichte ist sie durch einen der so genannten „Stolpersteine“
aufmerksam geworden, die an die Opfer der Dritten Reiches erinnern sollen. Durch
hervorragende Recherche vonseiten der Autorin, sowie der Aufarbeitung von Thereses
Enkelin, Helene, vielen Erzählungen der Familie, Bekannten und wertvollen
Informationen aus Tauf- und Sterbebüchern gelang es ihr, den Lebensbericht dieser
außergewöhnlichen und nahezu in Vergessenheit geratenen Person zu verfassen.
Therese Mühlberger, geboren im Jahre 1898, erlebte eine Kindheit in Armut, wurde aber
dennoch in einer liebevollen Familie groß. Früh während des ersten Weltkrieges half sie
im Krankenhaus mit und wurde schließlich Krankenschwester. Durch die
Zusammenarbeit mit einer alten Dorfhebamme wuchs in ihr der Wunsch, selbst
Hebamme zu werden. Nachdem sie 6 Jahre sehr erfolgreich und voller Hingabe in
diesem Beruf gearbeitet hat, traf sie ein Schicksalsschlag und damit ein großes
Geheimnis, das zur Zeit des Zweiten Weltkrieges und darüber hinaus zu verschweigen
versucht wurde.
Die Autorin deckt mit viel Fingerspitzengefühl nach und nach diese Erlebnisse auf und
beweist, wie wichtig es ist, das Schweigen zu durchbrechen und an die Menschen, die
auf grausame Weise ihr Leben lassen mussten, zu erinnern. Einzig und allein die
Aspekte eines lebendigen Glaubens fehlen mir bei diesem Buch aus dem christlichen
Verlag, aber das war wahrscheinlich zu dieser dunklen Zeit und aufgrund der Biografie
nicht gegeben.
Das Leben der Therese Mühlberger, für mich selbst als Hebamme, absolut
beeindruckend und ich bin dankbar für die außergewöhnliche Arbeit der Autorin und der
oben genannten Enkelin.